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  Munzur

Munzur ist der Name von einem Gebirge und einem heiligen Fluss, welches sich in Dersim befindet.

Munzur beginnt aus 40 Quellen und fliesst durch die Stadt Dersim. Die Gesamtlänge von Munzur beträgt etwa 144 km.

Dersim (kurdisch" Silberne Tür ") ist der alte Name der Stadt Tunceli, die im Osten der heutigen Türkei liegt.

Tunceli (kurdisch/Zazaki Dêrsim) ist bevölkerungsmäßig die zweitkleinste Provinz der Türkei mit der gleichnamigen Hauptstadt. Sie ist insbesondere durch den Dersim-Aufstand bekannt. Der frühere Name dieser Provinz lautete Dersim.

Das Volk von Dersim besteht aus ca. 1,5 Millionen Menschen die überwiegend in ganz Europa und in den Metropolen von der Türkei verteilt sind. Aus politischen bzw. wirtschaftlichen Gründen mussten die Bewohner von Dersim ihre Heimatstadt leider verlassen. In Dersim selber leben deswegen nur noch ca. 100.000 Menschen.

Unzählige ehmalige Bewohner von Dersim leben heute in Deutschland, davon allein fast 10.000 in Köln und unmitelbarer Umgebung. Mit ihren in Köln geborenen Kindern dürfte die Zahl dieser Vertriebenen etwa 20.000 betragen.

In Deutschland sind viele Fussballvereine die Dersim bzw. Munzur heissen

Die Fussballvereine Dersim bzw. Munzur sind überwiegend in Orten gegründet, wo viele Menschen leben die aus der Stadt Dersim kommen.

Das Munzur-Gebirge (Munzur Daðlarý, auch Munzur Sýradaðlarý oder Mercan Sýradaðlarý) ist eine Gebirgskette in der Türkei. Das Gebirge ist eine Fortsetzung des Taurusgebirges nach Osten und bildet die Grenze der türkischen Provinzen Tunceli und Erzincan. Es erstreckt sich etwa von Kemaliye in Ost-West-Richtung über etwa 130 km, die mittlere Nord-Süd-Achse liegt ungefähr zwischen den Städten Erzincan und Tunceli, hier ist das Gebirge etwa 30 km breit.

Seinen Namen hat das Munzur-Gebirge vom 2698 m hohen Munzur Daðý (Koê Muzýri) im Landkreis Ovacýk, der im Westen der Bergkette liegt, und durch einen Bergsattel vom Rest der Munzur Sýradaðlarý abgetrennt ist. Der Name Mercan Sýradaðlarý richtet sich nach dem gleichnamigen Bergmassiv im Osten, das eine Höhe von 3292 m erreicht.

Der Name Munzur ist auch Name eines Baches und dessen Tales in Tunceli. Der Bach mündet später in den Murat, der einer der Quellflüsse des Euphrats ist. Benannt wurden all diese nach dem Hirten Munzur Baba, der nach einer Sage an der heutigen Quelle Buttermilch vergoss, und so den Munzur-Bach sprudeln ließ.

Zusammen mit der Düzgün-Baba-Sage gehört die Munzur-Sage zu den bekanntesten Erzählungen. Munzur Baba ist in der Mythologie Tuncelis ein Hirte. Er ist der Namensgeber des heiligen Flusses Munzur, einer der Quellflüsse des Euphrats.

Munzur war ein einfacher Hirte, der im Hause eines Aghas lebte. Eines Tages ging der Agha auf eine Pilgerfahrt, wo er den Wunsch verspürte, Helwa zu essen. Munzur fühlte den Wunsch des Aghas und teilte ihn der Frau des Aghas mit. Diese dachte zuerst: Munzur möchte Helwa essen, aber er traut sich nicht, es mir zu sagen. Schließlich kochte sie Helwa und gab Munzur davon.

Als der Agha am Wallfahrtsort betete, wandte er sich zur Linken, da stand Munzur neben ihm und sagte: Du wolltest Helwa. Bitteschön. Er überreichte ihm die noch ofenwarme Helwa. Verwirrt wandte sich der Agha kurz zur Rechten, und als er zurückblickte verschwand Munzur so, wie er aufgetaucht war.

Nach der Pilgerfahrt kehrte der Agha in sein Dorf zurück, wo ihm eine Menschenmenge entgegenkam, um ihn zu begrüßen und ihm ehrerbietig die Hand zu küssen. Der Agha jedoch sprach: Erweist nicht mir die Ehre, sondern Munzur. Und er erzählte, was ihm in der heiligen Stätte zugestoßen war. Sofort begaben sich die Leute auf die Suche nach Munzur, der gerade eine Ziege molk. Als er die Menschenmenge kommen sah, sprang er vor Verlegenheit auf und rannte mit dem Melkeimer in der Hand davon. Die Leute aber liefen ihm hinterher. Auf seiner Flucht wurde die Milch verschüttet, und vierzig Tropfen fielen zu Boden, aus denen vierzig Quellen entsprangen. Munzur selbst verschwand.